Pacman 4.1 Vorankündigung am 1.April
01.04.2013 – stefanhusmann
Es ist mehr als ein Jahr vergangen, seit pacman 4.0 in den Repos ist. Am 1.4. 2013 hat Allan McRae in seinem Blog die nächste Version angekündigt, die zur Zeit im noch im [testing]-Repo zu finden ist. Und sich dabei einen Scherz erlaubt: Die angekündigten automatischen Updates kommen nicht (siehe Durchstreichungen).
Der eher moderate Versionssprung täuscht: Es gibt einige sichtbare Neuerungen.
zum Archiv KommentareDer eher moderate Versionssprung täuscht: Es gibt einige sichtbare Neuerungen.
- Die wichtigste Neuerung ist die engere Verzahnung zwischen pacman und systemd. Nach einer längeren Diskussion darüber, wie man in einem Rolling Release-System am besten Aktualisierungen vornimmt, wurde es als notwendig erkannt, Aktualisierungen vorzubereiten, wenn möglichst wenige Systemprozesse auf dem System aktiv sind. Andererseits, und hier gibt es durchaus einen Zielkonflikt, sollten Aktualisierungen, die sicherheitsrelevant sind, möglichst schnell verfügbar sein. Als Kompromiss wurde entschieden, Aktualisierungen beim Herunterfahren des Systems durchzuführen.
Dazu gibt es einen neuen Dämon pacmand, der im Hintergrund nach Aktualierungen sucht und diese herunterlädt. Wenn Aktualisierungen gefunden werden, wird ein Neustart des Rechners über systemd-Mechanismen vom System eingeplant. Zur Zeit ist noch nicht konfigurierbar, wann genau der Neustart stattfindet. Man kann ihn aber verschieben. Erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten wird es womöglich in Pacman 4.2 geben (Stichwort pacmanctl). Details dazu werden in den nächsten Tagen noch veröffentlicht.
Ohne systemd kann Pacman also nicht mehr verwendet werden. - Pacman wird farbig. Über die pacman.conf kann dies beeinflusst werden.
- In der pacman.conf wird die Direktive 'SyncFirst' weder erkannt noch unterstützt.
- Die Ausgabe zu den optionalen Abhängigkeiten eines Paketes wird ausführlicher.
- Für Paketbauer ändert sich einiges. Zum einen werden Informationen zu den einzelnen Dateien, die im Paket enthalten sind, im Paket gespeichert.
- Es gibt eine prepare-Funktion, mit der man vor dem Ausführen der build-Funktion Patches anwenden oder sed-Kommandos auf die Sourcen anwenden kann.
- Die Behandlung von PKGBUILDS, die von Revisionskontrollrepos ihre Sourcen ziehen, hat sich vollständig geändert und vereinfacht.